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Unternehmernachwuchs muss stärker gefördert werden

Mittelständler suchen dringend Nachfolger

25.04.2015 - Im deutschen Mittelstand steht ein Generationenwechsel bevor. Einer Studie der KfW Förderbank zur Folge werden bis 2017 rund 580.000 Unternehmen für eine Nachfolgeübergabe anstehen. Diese Unternehmen stellen derzeit die Arbeitsplätze für rund vier Millionen Beschäftigte bereit. Der Fortbestand dieser Unternehmen ist jedoch bei weitem nicht gesichert.

Der demografische Wandel in der deutschen Unternehmerlandschaft wird zusätzlich von einer belastenden Entwicklung begleitet: Unternehmenseigner, die ihren persönlichen Ruhestand planen, halten sich mit Investitionen in das bestehende Unternehmen zurück. Darunter leiden die Innovationsfähigkeit und damit gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit.

Laut der KfW-Analyse rücken gleichzeitig weniger Jungunternehmer nach. Die KfW Förderbank berichtet von einem Rückgang der Existenzgründungen von rund 1,5 Millionen im Jahr 2001 auf knapp 900.000 im Jahr 2013. Offenbar fehlt der jüngeren Generation der Mut für unternehmerisches Handeln.

Der Liberale Mittelstand in Bayern fordert nachdrücklich eine intensivere Förderung von Unternehmensübernahmen durch junge Existenzgründer voranzutreiben. Hierfür sind eine maßvolle Steuerpolitik in Sachen Unternehmensübergang und der -zumindest für einen angemessenen Zeitraum- Abbau des Bürokratieaufwands notwendig.

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