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Ausgleich für Feiertage ist unverantwortlicher Populismus

2021 fallen 4 Feiertage auf ein Wochenende. Das ist in diesem Jahr eine der wenigen guten Nachrichten für die krisengeschüttelte deutsche Wirtschaft. Aber scheinbar nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für Populisten. Denn einige Politiker der SPD, der Linke und der Grünen haben das aufgegriffen, um sich in die Schlagzeilen zu hieven. Irrwitzigerweise fordern Sie einen Ausgleich für die entgangenen Feiertage. Allen voran der SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese.

Wie skrupellos und wirklichkeitsfremd muss man sein, wenn man in einer Zeit, in der viele Branchen völlig am Boden liegen und hunderttausende Betriebe von Insolvenz bedroht sind, ausgerechnet diesen Unternehmen zusätzliche Belastungen aufbürden will? Oder wie völlig ahnungslos muss man sein, um die Konsequenzen daraus nicht zu begreifen? Im Fall von Herrn Wiese nehme ich zu seinen Gunsten das zweite an. Denn er ist nach dem Studium übergangslos in die Politik gewechselt und hatte es scheinbar nie nötig wirtschaftlich zu denken oder sich bei knappen Umsätzen um den Lohn seiner Mitarbeiter und sein eigenes Einkommen Gedanken machen zu müssen. Aber auch Unkenntnis und Ignoranz sind kein Freibrief, um widerstandslos seinem Land zu schaden, das durch die Pandemie, vor allem im Vergleich zu den asiatischen Konkurrenten hoffnungslos zurückzufallen droht. Wir vom Liberalen Mittelstand sind der Meinung, dass alle, die in der aktuellen Situation solch krude, arbeitsplatz- und existenzgefährdenden Forderungen unterstützen, schämen und sich für ihren blanken Populismus entschuldigen sollten.

Es wäre sehr wünschenswert, wenn die SPD – statt für wirtschaftsschädigende Ideen wie Homeoffice-Pflicht oder Feiertagsgeschenke – für einfache und unbürokratische Hilfen für existenzbedrohte Betriebe sorgen würde. Wenn Sie den Solo-Selbstständigen helfen würde, die teilweise gar keine Unterstützung bekommen und den Betrieben, deren Arbeitnehmer zuhause bleiben müssen, um die Lock-Down-Kinder zu betreuen. Es geht ums Überleben und nicht um Wählerstimmen!

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